Die Ausstellung zum 200. Jubiläum der „Deutschen Sagen“ - Juni 2016 bis August 2017

 

1816 veröffentlichten die BrĂĽder Grimm den ersten Band ihrer "Deutschen Sagen". Damit gaben sie auch der weltberĂĽhmten Sage vom Rattenfänger eine allgemeingĂĽltige literarische Fassung. Das Museum Hameln nimmt das 200. Jubiläum zum Anlass fĂĽr eine Ausstellung, die tiefer in die abenteuerliche, lustige, schaurige und mitunter auch seltsame Sagenwelt der BrĂĽder Grimm vordringen will. 

Die Faszination der Sagen ist untrennbar mit den Orten ihrer Handlung verbunden: Trutzige Burgen, finstere Wälder, tiefe Seen und zerklüftete Berge sind „sagenumwoben“ und bilden reale Bezugspunkte für die dort beheimateten Geschichten. Genau dort setzt die Ausstellung an, indem sie mit musealen Kulissen eine Sagenlandschaft inszeniert. In thematisch gestalteten Räumen mit interaktiven Elementen werden zahlreiche Sagen auf unterhaltsame und sinnliche Weise erlebbar.

 

Das Moosweibchen
Waldgeist
Ausstellung Sagen
Die Schlangenkönigin

Im Erzählkosmos der Brüder Grimm treffen wir auf den Rattenfänger von Hameln und die Weiber von Weinsberg, auf Martin Luther, Tannhäuser und Wilhelm Tell, aber auch auf Riesen, Zwerge, Wassermänner und Nixen. Daneben wird die Sagenwelt von Geistern und rätselhaften Naturwesen bevölkert, die wenig bekannt sind und auch in der bildenden Kunst bisher kaum dargestellt wurden.

Das Museum Hameln konnte die KĂĽnstlerin Huyen-Tran Chau gewinnen, einigen dieser Sagenwesen Gestalt zu verleihen. Mit der Technik der GemĂĽseschnitzkunst ihrer vietnamesischen Heimat, die ein Ausdruck des Respekts vor der Vielfalt der Natur ist, findet Chau eine ebenbĂĽrtige Bildsprache fĂĽr die geradezu spirituelle Naturverbundenheit vieler Sagen. Die eigens zu diesem Anlass entstandenen Fotographien zeigen FrĂĽchte, GemĂĽse und Pflanzen in ungekannter Weise, was ihren Bildern eine ebenso poetische wie ĂĽberraschende Wirkung verleiht.

 

Begeben Sie sich auf die Reise in eine faszinierende und geheimnisvolle Welt, die jede Menge Überraschungen und Entdeckungen bereithält. Aber Vorsicht: Nicht jede Sage hat ein Happy-End!

Fotos:

Das Moosweibchen, © Huyen-Tran Chau

Die Schlangenkönigin, © Huyen-Tran Chau

Themenraum Burg, © Museum Hameln

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